IST CBD LEGAL?

Erfahren Sie, ob CBD in Deutschland, der Schweiz und Österreich legal ist

CBD in Deutschland

Der rechtliche Status von CBD in Deutschland ist ziemlich konfus. Im Internet findet man zahlreiche, teils widersprüchliche Informationen zur Gesetzeslage. Wir haben uns die Mühe gemacht das Ganze ein wenig übersichtlicher zu gestalten und haben bei der Recherche nur seriöse Informationsquellen berücksichtigt.

Für Händler

CBD als Arzneimittel

Seit dem 01.10.2016 gehört CBD der Arzneimittelverschreibungsordnung (AMVV) an. Dies bedeutet für Händler in Deutschland, die CBD-Produkte als Heilmittel vertreiben möchten, dass das Produkt der ärztlichen Verschreibungspflicht unterliegt und von Patienten nur aus Apotheken bezogen werden kann. Eine Substanz als Heilmittel zu vertreiben bedeutet, dass das Produkt mit Eigenschaften zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten vermarktet wird.

Da CBD nicht im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) aufgeführt ist und solange der THC-Gehalt der Produkte den Wert von 0,2% nicht übersteigt, fällt das Produkt nicht unter das BtMG, weshalb zwar kein Betäubungsmittel-Rezept notwendig ist, allerdings muss CBD als Rezepturarzneimittel immer noch von einem Arzt verschrieben werden.

CBD nicht als Arzneimittel

Die Aufnahme von CBD als Arzneimittel in das AMVV löste bei vielen Händlern und Produzenten von z.B. Salben oder Massageölen Verunsicherung aus, ob auch ihre Produkte von der neuen Regelung betroffen sind und nicht mehr auf dem freien Markt angeboten werden dürfen. Die Gesetzeslage bezüglich dessen ist immer noch nicht eindeutig geklärt. So sind in selbiger Verordnung auch Substanzen wie z.B. Zink aufgeführt. Auch Zink ist als Arzneimittel rezeptpflichtig, allerdings kann Zink auch in anderen Arten, beispielsweise in Drogerie-Geschäften als Nahrungsergänzungsmittel, erworben werden. Ähnliches könnte auch für CBD gelten. Laut Recht gilt ein Produkt nicht als Arzneimittel, wenn es weder „Präsentationsarzneimittelgem. § 2 Abs. 1, Nr. 1 AMG ist, noch „Funktionsarzneimittel“ im Sinne von § 2 Abs. 1, Nr. 2 AMG ist. Dies bedeutet, dass das Produkt nicht als linderndes oder heilsversprechende Mittel vermarktet werden darf und keine entsprechenden Wirkungen haben darf. Jedoch sind viele der positiven Wirkungen von CBD bisher noch nicht wissenschaftlich bewiesen, weshalb die CBD-Produkte nicht unbedingt als Funktionsarzneimittel anzusehen sind. Laut DHV kann diese Frage in speziellen Fällen nur mittels eines Gerichtsprozesses geklärt werden.

CBD als Nahrungsmittel 

Bei CBD-Lebensmitteln wie Hanfsamenöl sind sich Experten einig, dass diese nicht unter das AMVV fallen, da diese im Regelfall sowieso nur geringe Mengen an CBD beinhalten.

Für Verbraucher

Verbraucher können weiterhin bedenkenlos CBD-Produkte z.B. über das Internet bestellen. Hierbei sollten sie allerdings darauf achten, dass es sich um CBD-Produkte handelt, die von geprüfter Qualität sind. Auch, wenn der Verkauf von CBD vollkommen unter das Arzneimittelgesetz fallen sollte, ist der Erwerb von geringen Mengen CBD ohne Rezept für den Eigenbedarf nicht als Straftat anzusehen. Die Konsumenten dürfen sich darauf verlassen, dass der Anbieter über die Gesetzeslage Bescheid weiß und diese befolgt. Nur im Falle der Bestellung einer größeren Menge, kann der Verdacht entstehen, dass das CBD weiterverkauft wird und somit gegen das AMG verstoßen wird.

 

CBD in der Schweiz 

Gemäß BtmVV sind Hanfpflanzen oder Teile davon, die einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von weniger als 1% besitzen, in der Schweiz legal. Seit etwas über einem Jahr ist der CBD Markt in der Schweiz stark am Wachsen. CBD gilt in der Schweiz bereits seit 2011 als legal, allerdings dauerte es einige Zeit bis die Hersteller mit der Zucht der Pflanzen entsprechend vorrangeschritten waren. Die Schweiz ist nicht nur hier toleranter im Vergleich zu Deutschland, denn der Verkauf von Hanf findet sogar legal im Denner und Spar statt. Offiziell wird CBD allerdings nicht als Medizin anerkannt.

 

CBD in Österreich 

In Österreich gilt CBD im Gegensatz zum THC als legal. Bei gezüchteten Cannabis Pflanzen muss der THC-Wert dabei gesetzlich unter 0,3% liegen. Bislang orientiert sich Österreich an den Gesetzen der EU und der Schweiz. Der Konsum von CBD mit Zusatzstoffen (z.B. in Form einer E-Zigarette), sowie die Deklaration von Kosmetika und Medikamenten sind verboten. Die CBD Einfuhr sollte beim zuständigen Zollamt erfragt werden.